Was tun mit dem vielen Müll?

Zigarettenkippen versauen das Grundwasser. Wie wäre es mit einem Pfand auf die Kippen?

An der Esslinger Stadtputzete ES-putzt nahmen wir von FÜR zu fünft teil und haben den Förderverein Pliensauvorstadt unterstützt.. Regen und Kälte haben uns nicht geschreckt. Fleißig haben wir in der Pliensauvorstadt mehrere Säcke mit Unrat und Müll gefüllt. 
Dabei hatten die Kinder der Schulen und Kindergärten schon am Vortag fleißig Müll gesammelt.

 Ein Trupp hat sich auf die Sammlung von Zigarettenkippen konzentriert und bestimmt 300 oder mehr Kippen eingesammelt. (Eine einzige Zigarettenkippe kann bis zu 40 Liter Grundwasser versauen.) Unterwegs wurde auch diskutiert: Wer ist eigentlich für die weltweite Vermüllung insbesondere der Weltmeere verantwortlich? Ein Thema, das vom Esslinger Shantychor hervorragend aufgegriffen wurde. Auch ob eine viel genauere Trennung des Restmülls mit Hilfe von KI möglich ist und ob auf diese Weise nicht viel mehr Wertstoffe recycelt werden könnten.


Beim anschließenden Treffen im Bürgerhaus kamen verschiedene Ideen auf was gegen die Vermüllung der Stadt getan werden könnte. Von häufigerem Einsatz von Reinigungsdiensten, über 50 Cent Pfand pro Zigarettenkippe, zu mehr Werbung in Socialmedia und TV für Müllvermeidung wurde philosophiert. Einig waren wir uns, dass Müll Müll anzieht und die Situation an den Containern eine Zumutung ist und ein wirklich schlechtes Stadtbild abgibt. Und vor allem, dass die ehrenamtliche Stadtputzete eine tolle Einrichtung ist.

PS: Oben bleiben! Kommt zur achthundersten Montagsdemo gegen Stuttgart 21 am 30.3. um 18 Uhr  Schloßplatz Stuttgart!

Am 8. März ist Weltfrauentag

..der Tag, an dem weltweit sichtbare Zeichen für die Rechte der Frauen gesetzt werden. Am 8, März ist Landtagswahl: keine Stimme den Faschisten! Dieses Jahr gehen wir für Frieden und Selbstbestimmung und gegen die drohende Weltkriegsgefahr auf die Straße. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat einen Brandherd geschaffen, in den bereits über 10 Länder involviert sind.

Wir wollen uns zusammenschließen im breiten Bündnis gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung und für die Gleichberechtigung, für Frieden, Freiheit und Menschenrechte. Wir setzen uns ein gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, gegen Waffenlieferungen – Solidarität mit allen Kämpfen für Frieden und Freiheit.

Alle drei Minuten erlebt ein Mädchen, eine Frau in Deutschland häusliche Gewalt. Mit der Entlassungswelle bei Bosch und Mercedes und der steigenden Arbeitslosigkeit entstehen in den Familien Existenznöte, die nicht selten in häuslicher Gewalt eskalieren. Auch deshalb: gegen Arbeitsplatzvernichtung – für die 30 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich.

Die Kriegstüchtigkeit, für die uns die Regierung gewinnen will, geht voll auf Kosten der Sozial- und Kommunalhaushalte. Die Gesundheitsversorgung wird verschlechtert. 700 Krankenhäuser sollen bundesweit geschlossen werden.

Die Kürzung der Betreuungszeiten in den Esslinger Kitas treibt Frauen und alleinerziehende Mütter noch mehr in die Teilzeitbeschäftigung mit der Gefahr der Verarmung im Alter. Für kostenlose Kinderbetreuung und Schulbildung.

Kommt am 9. März zu unserer Kundgebung in die Bahnhofsstraße vor dem ES von 17.30 bis 18.30 Uhr. Ergreift die Gelegenheit am offenen Mikrofon Euch mitzuteilen, in den Austausch zu treten Eure Meinungen, Erfahrungen und Ängste zu äußern und Eure Hoffnungen und was uns Mut macht.

Kein Geld da? – Von wegen!

Am Montag wurde im Verwaltungsausschuss bekannt, dass verschiedene Unternehmen für das Jahr 2025 insgesamt 24,4 Mio. Gewerbesteuer zurückfordern, sodass unterm Strich nur noch 44 Mio. zur Verfügung stehen. Sofortmaßnahmen von OB Klopfer sind unter anderem Einstellungsstopp in der ganzen Stadtverwaltung und Steuererhöhungen. Hier zeigt sich erneut, wie wichtig die von FÜR seit Jahren vertretene Forderung nach einer sofortigen Reform der Gemeindefinanzierung ist. Bund und Länder müssen für eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen sorgen und die Abhängigkeit von den extremen Schwankungen der Gewerbesteuer muss aufhören.

Steuererhöhungen ja, aber bei den Superreichen und bei den Großkonzernen.  Schluss mit der Kriegshysterie und den irrsinnigen Rüstungsausgaben. Wir brauchen das Geld für ein funktionierendes Gesundheitswesen, für Pflege, Bildung, Umweltschutz und Infrastruktur. Die Sanierung der Adenauer Brücke z.B. muss komplett vom Bund und Land  übernommen werden ebenso z.B. die Kosten für die Ganztagsbetreuung etc.  In der Situation ist natürlich der Kauf des Kögel-Gebäudes völliger Irrsinn! Deshalb am 8.März: Ja zum Pfleghof!

Der aktuelle Oxfambericht zeigt: Es ist genug Geld da, es ist nur falsch verteilt. Der  AfD-Förderer Elon Musk (der mit der Kettensäge und dem Hitlergruß) ist der erste Mensch dessen Vermögen die Marke von einer halben Billion US-Dollar überschritten hat.     Das Gesamtvermögen der 172 deutschen Milliardäre stieg 2025 um 30% auf 840 Mrd. Dollar. Gleichzeitig lebt ein Fünftel der Menschen hierzulande in Armut. Eine gute Gelegenheit über all diese Fragen zu diskutieren ist die  Montagsdemo am 2.3. um 17.30 auf dem Bahnhofsvorplatz. Außerdem: Kommt zur Lichterkette am 28.2, um 18 Uhr auf dem Rathausplatz. Motto:  „Licht an für Demokratie“

Streets of Minneapolis

In den Straßen von Minneapolis

Bruce Springsteen, Jan 26

Deutsch: Pit Bäuml, Feb 26


In die Straßen von Minneapolis (D-Dur)

            bei Kälte und im Schnee (G-Dur D-Dur)

kam mit ICE und Feuer König (G-Dur D-Dur)

              Trumps Privatarmee (D-Dur A-Dur)

in Waffen und in Kampfmontur – (D-Dur)

             nun hörn wir ihr Geschwätz: (G-Dur D-Dur)

sie würden schützen unser Recht (G-Dur D-Dur)

             und stärken das Gesetz. (D-Dur A-Dur D-Dur)


Nein, für Gerechtigkeit stehn Bürger:

             man hört die Stimmen laut

von vielen auf den Straßen schon

              bevor der Morgen graut.

Doch ICE brachte statt Freundlichkeit

             nur Fußstapfen voll Blut:

tot waren in verschneiten Straßen

             Alex Pretti und Renee Good.


Ref.

Minneapolis I hear your voice. (G-Dur)

             Wir halten fest die Hand (G-Dur D-Dur)

des Fremden mitten unter uns – (G-Dur)

             es ist unser Land! (G-Dur D-Dur)

Sie morden im Winter 26, (G-Dur)

             doch keiner hier vergisst (G-Dur D-Dur)

die Namen derer, die es traf (D-Dur)

             in the streets of Minneapolis. (D-Dur A-Dur D-Dur)


Trumps Bundes-Schläger schlugen Alex

             Pretti ins Gesicht,

dann Schüsse, und dann lag er da

             im Schnee, regte sich nicht.

Sie sagten, dass es Notwehr war,

             doch wir haben selbst gesehn:

sie haun unsre Knochen und Ministerlügen

             die Wahrheit dann verdrehn.

Ref….

Ist deine Haut schwarz oder braun,

              bist du gleich im Visier:

sie schieben ab – wir sind dagegen,

              darum sind wir hier

und alle singen „ICE out now!“

              Ihr zertrampelt unser Recht!

So steht die Stadt mit Herz und Seele

              für das Menschenrecht.

Ref….

(Schluss) ICE out now!

ICE out now!

ICE out now!

Närrischer Stammtisch

Auf unserem närrischen Stammtisch am 13.2.2026 im Waldheim Zollberg ging es recht lustig zu. Fast alle waren verkleidet und das witzigste Kostüm wurde prämiert. Auf eine Jubilarin wurde angestoßen und es gab witzige Büttenreden und Gedichte. Hier eine kleine Kostprobe:

Liebe Leute – ich sag’s Euch heute

leider gibt’s kaum Grund zur Freude

Millionen fehlen in den Kassen

jetzt heißt es sparen und und nicht prassen –

denkt sich hier so mancher Schwabe

ich geb nicht aus – was ich nicht habe!

Auch in Esslingen gibt’s Gejammer

Haushaltssperre – s’ist der Hammer!

Ebbe herrscht im Portemonnaie

der 5. Bürgermeister ist passé!

auf 200 Stellen sollen wir künftig verzichten

die übrig bleiben sollen’s richten.

Streit gibt es auch um den Standort der Bücherei

Manchen ist es schon einerlei.

Doch alle sollten stets bedenken –

Herr Kögel will uns da nix schenken.

Die Bürger entscheiden alsbald selber

wofür die städtischen Gelder

ausgegeben werden sollen

und hoffen diesmal auf Kontrollen

die verhindern – wie einst zwei neunzehn geschehen

dass Mehrheitswillen von Bürger*innen im Winde verwehen.